Artikel von Markus Feuerstack aus der Eckernförder Zeitung Zurück
Stadtmuseum: Nageln wie die Nageljungs
Inzwischen weiß es jedes Kind, die vielen Kieler Sprotten hatten ihren Ursprung in den zahlreichen Räuchereien Eckernfördes. Aber auch das Handwerk für das dafür benötigte Zubehör wie z.B. Versandkisten war in der Ostseestadt zuhause.
Alt-Eckernförde
Markus Feuerstack
Damit die goldenen Sprotten zu ihren vielen Abnehmern in aller Welt gelangen konnten, mussten sie in Transportkisten verpackt werden. Diese galt es natürlich gekonnt und kunstvoll zuzunageln. Kinderarbeit war es, die Nägel im richtigen Abstand zum Rand zu einzuhauen, ausgeführt von schlecht bezahlten „Nageljungs“. Das Museum Eckernförde hat sich dieses Thema zu eigen gemacht erinnerte mit einem Stand auf dem Altstadtfest an dieses Stück Eckernförder Stadtgeschichte.
Symbolisch konnten die heutigen Kinder einen Deckel benageln, d.h. in allen vier Ecken eines Holzstückes einen Nagel einschlagen um anschließend mit einem großen echten Räuchereistempel die Herkunft preiszugeben. Während die Kinder am Museumstand in der Fischerstraße die einzelnen Arbeitsschritte durchprobierten, erzählte ihnen die Museumsmitarbeiterin Dagmar Rösner die Geschichte ihrer Vorgänger, der Nageljungs. Die selbstgebastelte Trophäe ging dann wie ehedem die „Garantiert echten Kieler Sprotten“, mit den Kindern hinaus in alle Welt.
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